Trainingsauftakt der Grizzlys - Interview mit Martin Flemming
Geschrieben von Christian Berger am 24. April 2008 - 14:40

Nachdem das Eis im Colonel-Knight-Stadion vollständig abgetaut ist, können nun auch die Inlinehockey-Spieler der Bad Nauheim Grizzlys mit dem Training beginnen. Die Kurstädter warten gleich mit zwei Neuerungen auf: zum einen tritt man in dieser Spielzeit ausschließlich in der DIHL an (wird vom Deutschen Eishockey Bund organisiert), zum anderen gab es auf der Trainerposition eine Veränderung, nachdem Martin Flemming vom Feld an die Bande wechselt und damit den langjährigen Coach Marcus Jehner ablöst, der als frisch gebackener Vater ...


Erweiterte News

Nachdem das Eis im Colonel-Knight-Stadion vollständig abgetaut ist, können nun auch die Inlinehockey-Spieler der Bad Nauheim Grizzlys mit dem Training beginnen. Die Kurstädter warten gleich mit zwei Neuerungen auf: zum einen tritt man in dieser Spielzeit ausschließlich in der DIHL an (wird vom Deutschen Eishockey Bund organisiert), zum anderen gab es auf der Trainerposition eine Veränderung, nachdem Martin Flemming vom Feld an die Bande wechselt und damit den langjährigen Coach Marcus Jehner ablöst, der als frisch gebackener Vater mehr Zeit seiner Familie widmen möchte. Diese Woche fand im neuen Vereinslokal Pizzeria "Italia" in Ober-Mörlen die erste Mannschaftssitzung statt, bei der es Gelegenheit gab, den neuen Trainer nach seinen Erwartungen und Zielen in der anstehenden Saison zu befragen.

Martin, wie kam es dazu, dass Du als ehemaliger Spieler der Grizzlys hinter die Bande gewechselt bist?
Ich habe nach der letzten Saison bereits gesagt, dass ich als Spieler aufhöre, da ich mich zu alt dafür fühle. Nachdem Marcus Jehner im Frühjahr ankündigte, den Trainerjob zu beenden und sich mehr um seine junge Familie zu kümmern, da stand das Team zunächst einmal ohne Coach da. Schlussendlich hat man mich gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, und da habe ich zugesagt.

Warum spielt Ihr ausschließlich in der DIHL und nicht wie andere Vereine auch in der IHL?
Die DIHL kommt mehr den Eishockey-Spielern, die im Sommer auch inlinen, zugute, da die Saison stark verkürzt ist. Der DIHL-Meister steht spätestens am 13. Juli fest, so dass wir in keine Hallen- oder Spielerproblematiken kommen, während die IHL noch bis in den Oktober hinein spielt. Da wären einige unserer Spieler schon längst bei ihren Eishockey-Vereinen, mal davon abgesehen, dass wir keine Spielstätte mehr hätten. Insofern war die Entscheidung logisch und nachvollziehbar.

Was erwartest Du Dir von Deiner ersten Saison als Trainer?
Man tritt immer an mit dem Ziel, Meister zu werden. Ich weiß, dass das kein leichtes Unterfangen wird, und dass der Druck vor allem nach den großen Erfolgen der Grizzlys in der Vergangenheit auf uns und speziell auf mir lastet. Aber trotzdem bin ich zuversichtlich, da wir eine gute Mischung an Spielern haben, die auch in der Vergangenheit schon ihre Klasse unter Beweis gestellt haben.

Stichwort Team: wie sieht Deine Mannschaft in der anstehenden Saison aus?
Ich habe einige aktuelle wie auch ehemalige Eishockey-Profis im Kader. Allen voran steht natürlich Carsten Gosdeck, der jetzt schon seine fünfte Saison bei uns absolviert. Aber auch ein Daniel Ketter hat trotz seines jungen Alters schon viel Erfahrung wie auch Johannes Saßmannshausen. Mit Jan Guryca verfügen wir über einen sehr starken Torhüter, den Oliver Götz und Reto Fröhlich unterstützen werden. Patrick Schmitt, Stanislav Beran und Matthias Simon zählen seit Jahren zu den Top-Inline-Spielern wie auch Jan Barta und Mario Willkom. Aber auch die Junioren sollen Verantwortung übernehmen, so stehen mit Fabian Saulite, Michael Keßler, Neil Witthoeft, Marius Pöpel sowie Shane Haskins gleich einige davon im Kader. Derzeit sind wir noch in Verhandlung mit zwei absoluten Hochkarätern, während Jens Fischer und Bernhard Naulin auf Abruf bereitstehen. Ich denke mal, dass wir da ein absolutes Spitzenteam zusammenstellen konnten.

Wie sieht der Spielmodus in der DIHL aus?
Gespielt wird in drei Viergruppen, die eine Einfachrunde ausspielen. In unserer Gruppe hat inzwischen leider Baunatal zurückgezogen, so dass es mit Mannheim, Düsseldorf und uns nur noch drei Teams sind. Es folgt für alle das Viertelfinale, das im Turniermodus ausgetragen und vom jeweiligen Gruppenersten ausgerichtet wird. Hierbei könnten wir dann bereits auf Assenheim treffen. Es folgen Halbfinale und Finale. Reizvoll dürften somit auch Duelle gegen Landshut, Pfonten oder auch gegen Exoten wie Celle werden. Im Übrigen gibt es in der DIHL ein Mittellinien-Abseits, was die ganze Sache noch ein wenig interessanter machen dürfte.

Der DEB nimmt mit seiner Inlinehockey-Nationalmannschaft auch an den Weltmeisterschaften teil. gibt es da Ambitionen Deiner Spieler?
In der Vergangenheit wurde dieses Thema bei uns eher vernachlässigt. Ich bin strikt dafür, dass sich die Spieler in diese Richtung engagieren sollen, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen. Vielleicht haben wir ja schon in dieser Saison einen aktuellen Nationalspieler in unseren Reihen.

Vielen Dank für das Gespräch und auf eine erfolgreiche Saison.

Die Spieltermine der Bad Nauheim Grizzlys:
18.05.2008, 12:15 Uhr: DEG Rhein Rollers - Bad Nauheim Grizzlys
25.05.2008, 17:00 Uhr: Bad Nauheim Grizzlys - Mannheim Dare Devils
31.05.2008, 19:00 Uhr: Mannheim Dare Devils - Bad Nauheim Grizzlys
01.06.2008, 17:00 Uhr: Bad Nauheim Grizzlys - DEG Rhein Rollers

Viertelfinale: 07./08.06.2008, Halbfinale: 14./15.06.2008, Finale: 05./13.07.2008


Der Inhaber des neuen Vereinslokals "Italia"
in Ober-Mörlen, Massimo, und Martin Flemming (rechts)