Bad Nauheim Grizzlys holen Hessenmeisterschaft
Geschrieben von Oliver Meuer am 19. September 2007 - 09:20
5:3 – Finalsieg gegen Liga – und Derbykontrahent Friedberg Twister in Assenheimer Inline Halle. Geschlossene Mannschaftsleistung ausschlaggebendes Indiz für Erfolg.
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Es war Sonntag der 16.09.2007, der Tag an dem das Finale der Inlinehockey-hessenmeisterschaft ausgetragen werden sollte. Um 14.30 Uhr in der Assenheimer Inlinehalle trafen dann die Bad Nauheimer Grizzlys auf die Friedberg Twisters. Am Vortag fand die Qualifikation für das Finale statt, welches die beiden Ligakontrahenten jeweils mit einem knappen Sieg für sich entscheiden konnten. Friedberg, die als zweiter der Vorrunde bereits im Viertelfinale antraten, mussten sich in diesem gegen Fellingshausen behaupten. Knapp aber verdient setzen sich die Twisters mit 2:1 Toren durch und standen somit im Halbfinale, das noch am selben Tag ausgetragen werden sollte. Zuvor musste jedoch das erste Halbfinale dieses Turniers ausgetragen werden. In diesem trafen die Vorrundensieger, Bad Nauheim Grizzlys auf die Langener Whitewolves, die zuvor durch einen knappen Sieg gegen Bleichenbach nach Penaltyschiessen ins Halbfinale einzogen. Die Grizzlys hatten mit einer längeren Trainingspause zu kämpfen, dementsprechend schwer fiel es ihnen in den ersten der 2x20 Spielminuten ins Spiel zu finden, was sich dann auch in einem 0:1 nach der ersten Hälfte äußerte. In der Pause baute Coach Oliver Meuer das verständlicherweise entmutigte Team wieder auf, welches sich dann kampfbereit und mit neuem Mut der zweiten Hälfte des Spiels stellte. In diesem steigerten sie sich dann von Minute zu Minute und fanden endlich ins Spiel. So ließen auch die in der schleppenden ersten Hälfte lang ersehnten Treffer nicht lange auf sich warten und die Bad Nauheimer „Hobbytruppe“ konnte mit einem 3:2 - Sieg glücklich in das Finale einziehen.
Im anschließenden zweiten Halbfinale standen sich Friedberg und Fuldabrück gegenüber. Dieses Spiel holten sich souverän die klar überlegenen Friedberger mit 11:1 und somit stand der zweite Finalist für den folgenden Tag fest.
So standen sich die beiden Mannschaften also zum dritten Mal in dieser Saison gegenüber.
Da die Friedberger nur zwei knappe Niederlagen gegen Bad Nauheim zu verbuchen hatten, gingen sie dementsprechend hochmotiviert in dieses Finale. Aber auch die Grizzlys, die zuvor nur knapp das Pokalfinale, gegen die Wölfersheim Devils verloren hatten, wollten nun die schon erfolgreiche Saison, in der man nur zwei Niederlagen einstecken mussten, mit dem Titel „Hessenmeister“ perfekt machen.
Die Spannung war zum zerreisen, die Assenheimer Inlinehockey Halle gut besucht und auch das von Ligaleiter Katzmann hochgelobte Wetter spielte mit. Somit stand einem spannenden Hockeyspiel, welches diesmal über die komplette Distanz von 4x15 Minuten gehen sollte, nichts mehr im Wege. Pünktlich um 14.30 Uhr konnte das Match dann mit dem Aufwärmen und der Begrüßung starten. Nach anfänglichem Abtasten erspielten sich die Grizzlys erste Tormöglichkeiten und konnten wenig später Friedbergs Torhüter Witzenberger, der an diesem Abend so gut wie keine Fehler machte, überwinden. Folglich motiviert nahm Bad Nauheim das Spiel in die Hand. Die Abwehr stand gut und auch Torhüter René Lind war wie immer stark und brachte Sicherheit. Auf beiden Seiten ergaben sich gute Chancen, die die Nauheimer aber besser zu nutzen wussten als die Friedberger. Durch eine Unachtsamkeit in der Friedberger Abwehr konnte Bad Nauheim sein zweites Tor erzielten. Friedberg überrumpelt von dem plötzlichen Vormarsch, konnte allerdings kurz vor Ende des ersten Drittels noch ein Tor für sich verbuchen. Friedberg schöpfte wieder Hoffnung und spielte sicherer und druckvoller nach vorne. Dennoch schafften sie es aber nicht sich ein weiteres Tor zu erspielen und so stand es nach den ersten 15 Minuten 2:1 für die Grizzlys.
Nach der Pause erhöhte Friedberg den Druck und das Nauheimer Tor stand immer mehr unter Beschuss. Umso wichtiger war das 3:1 für die Grizzlys, welches durch eine starke Einzelleistung von Florian Fauerbach erziehlt werden konnte. Friedberg konnte auch dadurch nicht entmutigt werden, sondern machte weiterhin Druck. Doch die Nauheimer Verteidigung stand sicher und auch René Lind im Tor der Grizzlys war an diesem Tag nicht zu überwinden.
Es kam wie es kommen musste. Es folgte ein weiterer Treffer für Nauheim, den erneut Top- Torschütze Florian Fauerbach erzielen konnte. Friedberg schien aufzustecken, doch sie kamen auf Grund einer dummen Strafzeit, seitens der Grizzlys auf 2:4 heran. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit. Im dritten Viertel warf Friedberg alles nach vorne und kam auf 3:4 heran. Es entwickelte sich kurzzeitig ein Spiel auf ein Tor und Nauheim beschränkte sich aufs Kontern. In diesem Viertel konnten die Friedberger die Nauheimer Verteidigung allerdings nicht mehr überwinden und es ging mit einem 3:4 in die letzte Viertelpause. Wer nun weiterhin ein Spiel auf das Nauheimer Tor erwartete lag daneben. Die Grizzlys spielten das Drittel routiniert und sicher zu Ende, erzielten sogar noch das 5:3 durch Georg Waldschmidt und ließen die Uhr clever ablaufen. Friedberg fand keine Mittel mehr um die Nauheimer Abwehr zu überwinden und musste sich am Ende mit 3:5 geschlagen geben. In der anschließenden Siegerehrung ehrte Ligaleiter Katzmann die Mannschaften und bedankte sich für eine durchweg gelungene Landesliga Saison 2007. Im Spiel um Platz drei setzten sich die Langener mit 5:0 gegen Fuldabrück durch und schlossen die Saison mit einem guten und am Beginn der Saison noch für unmöglich gehaltenen 3. Platz ab. Bad Nauheim hingegen feierte die Meisterschaft bis in die frühen Morgenstunden und freut sich schon auf die anstehenden Aufgaben nächstes Jahr in der Oberliga.



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