Spielbericht der 8:9-Heimniederlage gegen Mannheim
Geschrieben von Christian Berger am 15. May 2007 - 10:56

Mit 8:9 (3:2, 2:2, 0:2, 3:3) verloren am Sonntagabend die Bad Nauheim Grizzlys ihr Heimspiel in der Inlinehockey-Bundesliga gegen die Dare Devils aus Mannheim. Zeigte man im Saisonauftakt beim 11:9-Sieg gegen Düsseldorf vor allem eine starke kämpferische Leistung, so spulte man gegen die Kurpfälzer das Match ...


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Mit 8:9 (3:2, 2:2, 0:2, 3:3) verloren am Sonntagabend die Bad Nauheim Grizzlys ihr Heimspiel in der Inlinehockey-Bundesliga gegen die Dare Devils aus Mannheim. Zeigte man im Saisonauftakt beim 11:9-Sieg gegen Düsseldorf vor allem eine starke kämpferische Leistung, so spulte man gegen die Kurpfälzer das Match mehr oder minder herunter. Hinzu kamen erneute Schwächen im Abschluss, wobei man allerdings wiederholt Pech mit einigen Pfostenschüssen hatte. Die Gäste nutzten diese Phasen mit Kontern eiskalt aus und nehmen am Ende nicht unverdient die Punkte mit nach Hause.

Die Partie begann für die Hausherren ohne Carsten Gosdeck, der als Trainer der U15-Mannschaft direkt vom Auswärtsspiel in Düsseldorf anreiste und erst ab dem zweiten Viertel auflaufen konnte. Somit musste jeweils ein Akteur Doppelschichten fahren, nachdem mit Bernhard Naulin und Daniel Ketter (beide privat verhindert) ohnehin zwei Spieler fehlten. Zudem gingen die Gäste durch Steinke in der 2.Minute mit 0:1 in Führung, was ein Warnzeichen in Richtung der Grizzlys sein sollte. Willkom glich exakt 70 Sekunden später zwar aus, Reutter markierte mit einem abgefälschten Schlagschuss aber die erneute Mannheimer Führung. Das Match blieb eng, denn die Baden-Württemberger zeigten Biss und Durchsetzungsvermögen. Dennoch erzielte Flemming das 2:2, dem Mannheims Ludwig einen Pfostentreffer folgen ließ. Noch vor der ersten Pause erzielte Saulite nach einem tollen langen Pass von Saßmannshausen im Alleingang das 3:2 für die Kurstädter.

Ein ähnliches Bild zeigte sich im zweiten Abschnitt: die Gastgeber hatten mehr Spielanteile, machten aber hieraus zu wenig Treffer. Die Dare Devils hingegen nutzten ihre Chancen konsequent aus, was mit dem 3:3 durch Kindermann in der 20.Minute unterstrichen wurde. Nach Treffern von Beran (21.) und Willkom im Powerplay (26.) konnten die Grizzlys erstmalig mit zwei Toren in Front gehen, ebenfalls in Überzahl markierte Schäfer noch vor der Halbzeit den 5:4-Anschlusstreffer.

Mit Beginn des dritten Viertels wechselte Grizzlys-Coach Markus Jehner seinen Torhüter, so dass Oliver Götz für den ausgepumpten Reto Fröhlich zwischen die Pfosten kam. Der Goalie musste zwei Mal hinter sich greifen, nachdem Siel (32.) und Wohlfart (40.) erfolgreich waren, während das Bad Nauheimer Angriffsspiel ins Stocken geriet. Zudem hatte man Glück, dass die Unparteiischen einen weiteren Treffer von Siel die Anerkennung verwehrten, da das Tor wohl mit dem Fuß erzielt wurde.

Im letzten Viertel warf man nun alles nach vorne, wurde zunächst aber eiskalt von Kirsch zum 5:7 ausgekontert (49.). Flemming und Willkom glichen noch einmal für die Grizzlys aus, Lambrecht und Steinke trafen genau zum richtigen Zeitpunkt, so dass es 7:9 nach 58 Spielminuten stand. Hoffnung kam nochmal auf, als Pipp 1:48 Minuten vor dem Ende das 8:9 markierte, aber auch die Herausnahme des Torhüters sollte keinen weiteren Treffer mehr bringen. Dabei verfehlte Willkom zwei Sekunden vor dem Ende völlig freistehend, der Angreifer bekam die Scheibe nicht entscheidend unter Kontrolle. Mit Glück und Geschick nehmen die Dare Devils also drei Punkte mit in den Friedrichspark, und die Kurstädter werden sich beim anstehenden Auswärtsspiel am Sonntag in Kaufungen steigern müssen, wollen sie sich die verlorenen Zähler ausgerechnet beim amtierenden Champion zurückholen.

Bad Nauheim Grizzyls - Dare Devils Mannheim 8:9 (3:2, 2:2, 0:2, 3:3)
Tore Bad Nauheim: Willkom (3), Flemming (2), Pipp, Beran, Saulite
Tore Mannheim: Siel (2), Reutter (2), Schäfer, Wohlfart, Kirsch, Lambrecht, Steinke
Strafminuten: Bad Nauheim 12 / Mannheim 8 + 10 (Semlow)
Zuschauer: 150